Einsatzbericht: Wasserrettungseinsatz im hochalpinen Gaisalpsee
Am Montag, den 06.07., wurde die Bergwacht Oberstdorf gemeinsam mit der Wasserwacht und weiteren Einsatzkräften zu einem Wasserrettungseinsatz am Gaisalpsee alarmiert.
Ein 29-jähriger Mann war am Nachmittag im Gaisalpsee schwimmen gegangen, plötzlich untergegangen und nicht wieder aufgetaucht. Seine Begleiter am Ufer setzten umgehend den Notruf ab.
Da der Gaisalpsee für Rettungsfahrzeuge nicht erreichbar ist und sich in alpinem Gelände befindet, stellte der Einsatz besondere logistische und taktische Anforderungen an alle beteiligten Organisationen. Einsatzkräfte, Material und Boote mussten per Hubschrauber an den See gebracht werden. Aufgrund der komplexen Lage übernahm die Bergwacht Oberstdorf kurzfristig die Einsatzleitung, um die Abläufe und Hubschraubereinsätze vor Ort zentral zu koordinieren.
Trotz der schnellen Alarmierung und der gemeinsamen Suchmaßnahmen von Bergwacht, Wasserwacht, Rettungshubschrauber und Alpiner Einsatzgruppe der Polizei konnte der Mann nur noch leblos in rund drei Metern Tiefe aufgefunden und geborgen werden.
Der Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig Erfahrung in der Führung komplexer hochalpiner Lagen und die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen sind.
Bergseen bleiben auch im Sommer sehr kalt. Wer nach einer anstrengenden Tour aufgeheizt ins kalte Wasser geht, riskiert einen Kälteschock, Kreislaufprobleme oder Atemnot. Bitte niemals abrupt in kalte Bergseen springen, sondern erst langsam abkühlen und die eigenen Kräfte realistisch einschätzen.
Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, Freunden und allen Betroffenen 